Fingerpuppenstrickwahn

ttbw_buttonNach langer Pause rührt sich der kleine Fabricant wieder – und zwar mit einem Gastbeitrag von Birte Mirbach. Sie ist eigentlich Diplom-Übersetzerin – wie kommt sie da auf die Idee, einen Gastbeitrag für den kleinen Fabricanten zu schreiben? Nun, sie und ich sind im gleichen Netzwerk, dem Texttreff, und der veranstaltet alljährlich ein Blogwichteln. Dankeschön an Birte für den Beitrag und die Fotos 🙂

Gesche ist schuld. Wenn sie mir nicht dieses Buch übers Fingerpuppenstricken geschenkt hätte, wäre ich nie dem Fingerpuppenstrickwahn verfallen. Aber die Dinger sind auch einfach toll: schnell gemacht, äußerst anpassungsfähig und nette Mitbringsel für Menschen, die Selbstgemachtes zu schätzen wissen. Man nehme einen Rest Garn, schlage 20 Maschen an und stricke einen Schlauch von 10-12 cm Länge und schon hat man den Fingerpuppenrohling fertig (Wer nicht mit einem Nadelspiel stricken mag, kann natürlich auch ein Rechteck stricken und es später zum Schlauch zusammennähen). Was braucht man sonst? Ein paar Wollreste, etwas Bastelfilz und eine Portion Fantasie.

blogwichteln1Verwerten lässt sich so ziemlich alles. Wir haben braune Wolle und einen Rest grünen Filz? Prima, das wird eine Katze. Gelbe Wolle und orangefarbener Filz oder ebensolche Wolle? Das riecht nach einer Ente. Weiße Wolle und schwarzes Garn oder schwarze Perlen? Das kleine Gespenst. Schwarze Wolle und ein langer, krummer Schnabel aus Filz? Ein Rabe. Aber bitte keine Flügel ranstricken, sonst fliegt er weg, bevor man ihn fotografieren kann ;-).

blogwichteln2Menschen stricken kann man natürlich auch. Eine freundliche Oma mit einem Dutt, den frechen Struwwelpeter mit den Strubbelhaaren (die man leider alle einzeln an den Kopf knüpfen muss), und die Dame mit dem roten Halstuch sieht meiner Nachbarin verdächtig ähnlich. Mit ein bisschen Geschick kann man durchaus ein gestricktes Ebenbild von Freunden und Bekannten erschaffen, vor allem wenn man auch noch das Gesicht entsprechend bestickt.

blogwichteln3Irgendwann aber hat man sich an der Grundform ausgetobt. Dann wird es Zeit für die höhere Schule des Fingerpuppenstrickens. Natürlich kann man auch ein paar Filzflossen an den Rohling annähen damit er annähernd nach Fisch aussieht, schöner ist es allerdings, wenn er wirklich die Form eines Fisches hat. Mit entsprechenden Zu- und Abnahmen hat man im Handumdrehen eine Fischform herausgearbeitet. Die Schnecke braucht dagegen etwas mehr Zeit, es sind ja schließlich Schnecken. Für das Schneckenhaus wird zuerst ein langer Wollschlauch mit der Strickliesel gestrickt und dann zum Schneckenhaus zusammengerollt und auf den Rohling aufgenäht. Das Kamel wiederum ist nur etwas für Menschen, die auch bei nur zwei Maschen auf einer Stricknadel nicht in Verzweiflung ausbrechen.

blogwichteln4Schön sind natürlich auch Figuren, die zur Jahreszeit passen. Der Rest Glitzergarn ruft förmlich „mach mich zum Engel“, und auf Wunsch stricke ich neben den normalen Rentieren eben auch ein rosa Rentier (Die Rosa-und-Glitzer-Phase bei kleinen Mädchen soll übrigens irgendwann vorübergehen, habe ich mir sagen lassen…*hoff*). Der Weihnachtsmann hat übrigens noch Platz für ein kleines Geschenk in seinem Sack. Vielleicht ein Gutschein, ein Paar Ohrringe oder – ein Verlobungsring. Dann wird Weihnachten wirklich unvergesslich.

geschenkverpackung-selber-basteln1

Schöne Geschenkverpackung selbst gemacht

Auf den letzten Drücker noch Geschenke verpacken? Das kenne ich leider nur zu gut… Ist das Geschenk ein Buch oder eine Flasche, dann ist das ja mit einem Stück Geschenk-Papier schön herzurichten, aber manchmal hat man irgendwelchen schönen „Kram“, für den man am besten eine kleine Box zum Verpacken haben sollte. Da braucht man dann kreative Ideen. Kleine Deko-Gegenstände, Schmuck, Schals und Tücher, Leckereien, edle Seifenstücke und andere kleine Geschenke sehen ohne stabile, schöne Geschenkverpackung und nur in Geschenkpapier eingeschlagen irgendwie unförmig und lieblos aus. Aber wer hat schon immer eine passende Schachtel zur Hand, wenn es schnell gehen soll? Fast jeder, sag ich euch!!! Glaubt ihr nicht? Dann schaut mal her:

schöne Geschenkverpackung selber basteln
Foto mit freundlicher Genehmigung von youaremyfave

Die Idee: eine schöne Geschenkverpackung im Längsformat

Auf der Seite „youaremyfave“ habe ich diesen tollen Vorschlag für ganz besonders schöne Geschenkboxen gefunden, die jeder leicht selbst machen kann. Irgendwo in einer Küchenschublade habt ihr doch sicher auch eine Packung mit Klarsicht- oder Alufolie, oder? Statt die Geschenke direkt in das Geschenkapier zu verpacken, wird damit der Pappkarton der Alufolienrolle verschönert. Kaum wiederzuerkennen! Schöne Knöpfe, die vorne als schmückender Verschluss dienen, finden sich bestimmt auch noch irgendwo im Handarbeitsschrank. Sonst geht es zur Not vielleicht auch ohne Knopf, wenn man die Box stattdessen mit einem breiten Geschenkband zuschnürt.

Das breite Format hat irgendwie etwas Exklusives, finde ich. Beim Kramen in meiner Schublade habe ich auch noch diese kürzeren Pappkartons gefunden, in denen Rollen mit Gefrierbeuteln sind. Für schöne Kleinigkeiten kann man auch aus denen sicherlich eine originell-schöne Geschenkverpackung basteln. Und wenn die schmalen Boxen nicht ausreichen, dann kann man vielleicht auch andere Pappverpackungen aus Küche und Badezimmer nehmen. Die etwas größeren Teebeutel-Familienpackungen fallen mir da spontan ein oder Boxen von Kosmetiktüchern. Künftig werde ich alle Pappkarton-Verpackungen wohl immer mit ganz anderen Augen und recht prüfend anschauen, ganz nach dem Motto: Welche Ideen hab ich denn zu dir – bist du vielleicht auch eine verkappte Box für Geschenke?

schriftarten-eis-schnee-winter1

Fünf Schriftarten für Winter, Schnee und Eis

Des einen Freud, des anderen Leid – ein ziemlich abgedroschenes Sprichwort zwar, aber eins, das gerade wieder passt wie die Faust aufs Auge! Es ist kalt in Deutschland, der Winter hat endgültig Einzug gehalten. Fast überall liegt Schnee und wir kommen gerade aus dem Fegen und Schippen gar nicht mehr heraus. Die Kinder toben begeistert draußen herum und die Wintersportler bekommen glänzende Augen: Die Piste ruft! Nur diejenigen, die sich morgens über rutschige und schlecht geräumte Straßen mit dem Auto zur Arbeit quälen müssen, können sich überhaupt nicht für die weiße Pracht erwärmen. Schade eigentlich. Ich liebe diese filigranen Schneeflocken und die bizarren Eiszapfen, die überall herunterwachsen. Und da ich gar nicht genug davon kriegen kann, habe ich sie mir sogar auf den Computer geholt. Glaubt ihr nicht? Dann schaut mal her!

Schriftarten Für Eis, Schnee und Winter

Es gibt tolle Schriftarten, mit denen man Worte wie „Schnee“ und „Eis“ nicht nur einfach schreiben, sondern auch bildlich darstellen kann.

Sie sind schnell installiert (wer nicht weiß, wie das geht, findet hier zum Beispiel Hilfe) und können zum Schreiben der Weihnachtspost, zur Verschönerung von Handzetteln und Flyern oder einfach nur zum eigenen Vergnügen verwendet werden. Wie wäre es, den Namen an eurer Klingel draußen von der Schrift her winterlich anzupassen? Hier habe ich euch fünf Schriftarten herausgesucht, die mir besonders gefallen:

  • Winter: Die funkelnden Eiskristalle auf den Buchstaben dieser Schrift lassen einen förmlich die Eiseskälte spüren…. (Schriftart Winter Flakes)
  • Schnee: Ist doch nett, wie sich da die kleinen weißchen Häufchen auftürmen (Schriftart Neige)
  • Eisblumen: Die Lettern sind richtig bewachsen mit den weißen Kristallen (Schriftart „Krystal“)
  • Eiszapfen: Mein heimlicher Liebling – nicht nur die Eiszapfen, die da herunterlaufen, sind besonders, sondern auch die Buchstaben selbst. Die sehen doch aus wie Äste, oder? (Schriftart Ice Sticks)
  • Kristall: Diese Schriftart eignet sich weniger für längere Texte oder ganze Sätze, sondern mehr für einzelne Schlagworte oder eine kurze Überschrift. (Schriftart Snowy Caps)